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JEEP - product of the month

 

CHF 1990.00

RAM - product of the month 

CHF 69.00

AMC JEEP Commando

Baujahr: 7.1973
Motor: AMC 304, Benzin
Leistung: 152 PS
Getriebe:
Automat
Kilometer:
67'000 km
Gewicht:
1'150kg
Farbe: Daisy Yellow
Sitzplätze: 4

 CHF 44'800.00

Beschreibung

Der erste Jeepster "VJ" wurde von 1948 bis 1950 hergestellt. Willys-Overland, Eigentümer der Marke Jeep, glaubte nach dem Zweiten Weltkrieg, dass der Markt für den Jeep nach militärischem Muster auf Farmer und Waldbauern beschränkt wäre und produzierte daher Modelle wie den Jeep CJ, den Jeep Wagon und den Jeep Truck. Eine Lücke in der Modellpalette zwischen den Nutzfahrzeugen und den Personenwagen sollte der Jeepster mit Hinterradantrieb schließen, einen Vorläufer der heutigen Crossover-Modelle. Der Wagen wurde von 1948 bis 1950 angeboten. Kritisiert wurde der von Brooks Stevens entworfene eckige Karosseriestil, der nicht den Publikumsgeschmack des anvisierten Marktsegmentes traf. Auch spärliche Werbung vereitelte den Verkaufserfolg. Insgesamt wurden nur 19.132 Jeepster VJ gebaut.
Der Jeepster VJ wurde von einem Willys Go Devil-Vierzylinder-Reihenmotor mit 2.196 cm³ und 62 bhp (46 kW), wie ihn auch der CJ hatte. Es gab ein manuelles Dreiganggetriebe (auf Wunsch mit Overdrive) und alle Räder wurden mit Trommelbremsen gebremst. Die Querblattfeder an der Vorderachse stammte, ebenso wie die Hinterachse, vom Jeep Wagon, die flachen hinteren Kotflügel und die Längsblattfedern hinten entsprachen denen des Jeep Truck.

Der Jeepster lebte unter Kaiser 1966 in Form des Jeepster Commando C-101 wieder auf. Der gegengesteuerte Vierzylinder-Reihenmotor war Standard, auf Wunsch konnte der 160hp starke V6 Kaiser-Dauntless-Motor bestellt werden. Ein Vierradantrieb wurde eingesetzt. Von 1966 bis 1971 wurden 57.350 Jeepster Commando C-101 verkauft.
Für den Jeepster Commando waren eine Reihe von Karosserievarianten lieferbar: ein Kombi, ein Cabriolet, ein Pickup und ein Roadster. Ein besonders bemerkenswertes Angebot war der Deluxe-Kombi mit hinteren Schiebefenstern und Vollausstattung. In einigen Fällen hatten die Fahrzeuge auch eine Zweifarblackierung. Der Hurst-Jeepster mit Modifikationen von Hurst Performance besaß einen speziellen Schalthebel, eine spezielle Lackierung und Tachometer auf der Motorhaube. Das Cabriolet gab es in drei Ausführungen: Revival Jeepster, Commando Cabriolet und ein offener Roadster ganz ohne Aufbau. Der Revival Jeepster war das Prunkstück im Programm: er hatte eine besonders luxuriöse Innenausstattung, ein elektrisches Verdeck und ein hinten angebrachtes, aufrecht stehendes Reserverad mit Abdeckung ("Continental Kit"). Das Commando Cabriolet hatte die gleiche Karosserie, aber nur die Grundausstattung.

1970 übernahm AMC (American Motor Company) die Marke Jeep von Kaiser. Nach dem Modelljahr 1971 ließ man den Namen Jeepster fallen, aber das Modell blieb noch zwei Jahre als Jeep Commando in Produktion. 1972 bekam der Wagen einen Kühlergrill über die gesamte Fahrzeugbreite. Der Commando war mit drei AMC-Motoren erhältlich, zwei Reihensechszylinder (3,8l und 4,2l) und einem V8 (5,0l). 1972 und 1973 entstanden 20.233 Jeep Commando C-104.
Sonderausstattungen: Werksradio, Werksantenne, abschließbares Handschuhfach, Chrom Dachreling, Wegfahrsperre, Automat, 4,2l und 5,0 , Farbgebung, Radkappen, Freilaufnaben, Außenliegendes Ersatzrad. Viele Fahrzeuge wurden ohne Radkappen ausgeliefert.
Der C-104, auch „Bull Nose“ genannt, wurde gerne für das harte Baja-Rennen eingesetzt, bei dem er einige Rennen gewann.  Der im Vergleich zum CJ verlängerte Radstand, der hinter die Vorderachse versetzte Motor und die damit verbundene Frontmittelmotorauslegung ergaben ein insgesamt sehr ausgewogenes Fahrverhalten bei einem geringen Gewicht von 1150kg. Die geringe Masse und der kleine Vergaser sorgen für einen niedrigen Verbrauch, 10l Normalbenzin auf 100 km sind durchaus erreichbar. Die Motoren kommen mit unverbleitem Benzin und Ethanolzusätzen zurecht, da ab 1972 nur noch unverbleites Benzin, teilweise mit Ethanol gemischt, in den USA angeboten wurde und die meisten Hersteller von da an ihre Fahrzeuge mit entsprechenden Ventilsitzen ausgerüstet hatten.

Je nach Motorausführung und Hinterachsübersetzung erreicht der C-104 160–180km/h. Eine gut gewartete Bremsanlage ist der gebotenen Leistung durchaus gewachsen. Die Fahrzeuge besitzen eine sehr gute Achsverschränkung und Bodenfreiheit, die „Floater-Federung“ erlaubt eine hohe Geschwindigkeit auf Pisten.

Heute hat sich eine weltweite Fangemeinde gebildet, viele „Bull Nose“ werden noch täglich eingesetzt. Aufgrund ihrer sprichwörtlichen Unverwüstlichkeit und dem hohen Komfort sind Oldtimer-Rallye-Raid eine Domäne dieser Fahrzeuge.

 

Dieser C-104 Commando wurde Anfang  1973 beim lokalen AMC Jeep Dealer „Stamey’s Jeep“ in Cleveland GA von Frau Bertha Sutton ab Werk bestellt. Sie hatte den Jeep mit V8 Motor, Automatik Getriebe, Servolenkung und Servobremsen aber ohne Klimaanlage bestellt. Der Jeep wurde im April 1973 gebaut und ausgeliefert. Sie betrieb ein kleines Motel in Helen GA und benutzte den Jeep um auszugehen und ihre Angestellten abzuholen.

Der Jeep hat die originalen 41‘000 Meilen wegen der geringen Nutzung. Das gesamte Interieur wie  Sitzbezüge, Armaturenbrett, Lenkrad, Gummimatten und Farbe sind original.

Frau Sutton fuhr diesen Jeep Commando viele Jahre bis sie ihn 1998 ihrem Neffen übergab. Der Neffe war der zweite und letzte Besitzer des Commando. Obwohl der Neffe den Jeep nur selten gefahren hat, wurden die Wartungsarbeiten nie ausgelassen. Kühler, Benzintank, komplette Bremsanlage, Wasserpumpe und Steuerkette sowie diverse Dichtungsringe wurden im Laufe der Zeit ersetzt.

Im Sommer 2017 fand ich diesen Commando per Zufall bei einem Händler in Roswell GA. Der Jeep war bis zu diesem Zeitpunkt, also gut 45 Jahre, immer im selben Familienbesitz  und im Bundesstaat Georgia eingelöst. Nach zähen Verhandlungen konnten wir den Commando im Herbst 2017 in die Schweiz importieren. Nach einer genauen Inspektion entschlossen wir uns den ganzen Fahrzeugboden neu anzufertigen anstatt nur einzelne Bleche einzuschweissen. Eines zieht das Andere nach sich und so wurde der Jeep komplett entrostet und in der original Farbe „Daisy yellow“ neu lackiert.  Siehe Bilder.

Das Fahrzeug hat eine FIFA I.D. und wird frisch geprüft mit Code 180 Veteraneneintrag. Gegen Voranmeldung kann der Jeep besichtigt und probegefahren werden.

Bildergalerie

Truck of the month